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Altbach, 30. Oktober 2004
„Ti amo“ und Glitzerdress
ALTBACH: Karnevalsfreunde Esslingen präsentieren die „Strahler-70er-Show“

Zahlreiche Programme hatten die sechs Jungs aus Aalen schon zusammengestellt, doch 1996 landeten die „Strahler“ schließlich bei den Siebzigern. In der Altbacher Gemeindehalle zeigten sie, dass man mit den Hits von damals auch heute noch die Halle zum Kochen bringen kann – und das in wenigen Minuten.

Von Peter Dietrich
„Fasst euch bei den Händen, schließt die Augen und träumt von der guten alten Zeit“: Schon beim Anblick von Bühne und Musikern fiel das gar nicht schwer. Discokugel, Lametta am Schlagzeug, bunte Lichtspiele und dann erst die Kleidung – Schlaghosen, spitzige Stiefel, das enge, bunte Langarm-T-Shirt oder die dunklen Sonnenbrillen in Größe XXL versetzten die Besucher schnellstens und mühelos drei Jahrzehnte zurück.
Die Karnevalsfreunde Esslingen hatten zur „Strahler-70er-Show“ eingeladen, 200 Karten gingen bereits im Vorverkauf weg. Vorsorglich wurde gleich für eine große Tanzfläche gesorgt, nur auf der Empore gab es einige Sitzplätze. Und der Platz wurde auch schnellstens gebraucht, selbst zwischen den Stehtischen tanzten die Leute, erhoben und schwenkten die Arme. Ob die tolle Stimmung für die Musiker etwas Besonderes war? „Nö, das ist normal, wenn das mal nicht mehr so ist, hören wir auf“, meinten sie auf Nachfrage. Und Ihr Lieblingssong? „Man sieht uns wohl an, dass uns jeder Song Spaß macht!“ Aber die Songs im Afrolook, die hatten es dem Schlagzeuger dann doch besonders angetan.
Fünf-, sechs- oder gar siebenmal zog sich jeder um und stürzte sich in anderes Outfit der 70er – von Klamotten aus Omas Schrank bis zum maßgeschneiderten Glitzeranzug. Die Keyboards waren gleich doppelt besetzt, das war auch gut so: So gab’s mehr Raum für Tänze und Späße. Die weitere Besetzung bestand aus Gitarre, Bass und Schlagzeug und natürlich Gesang.
„Du bist alles, was ich hab’ auf der Welt“: Mitgesungen wurde bereits beim ersten Lied. Dann ging es Schlag auf Schlag, der schöne Thomas verzauberte die Herzen, Howard Carpendale war erst beim dritten Anlauf mit seinem Begrüßungsjubel zufrieden und schmetterte sein „Ti amo“. Bei „A Walk in the Park“ und „Born to be alive“ griff das Discofieber um sich, und bei „I will Survive“ wich auch der letzte Zweifel am Überleben der Siebziger. Dann gab es erst mal eine kurze Pause, die die Jungs auf der Bühne voll verdient hatten – schon vorher mussten sie dank der rasanten Action laufend zu Handtuch und Sprudelflasche greifen.
Für die Gäste gab’s natürlich mehr als Wasser, für Getränke und Verpflegung war reichlich gesorgt – auch wenn griechischer Wein und üppige Sahneportionen nur Teil des musikalischen Menues waren. Dessen gedruckte, musikerinterne Fassung es übrigens auf stolze 36 Titel brachte – die sechs Zugaben immerhin schon eingerechnet.
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